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Ein Symbol der Einheit


http://www.tlz.de, 22.05. 2003
Ein Symbol der Einheit Eisenach. (tlz) Viele Eisenacher feierten gestern mit Vertretern der Deutschen Burschenschaften das Jubiläum eines weithin einzigartigen Denkmals - des Burschenschaftsdenkmals. Es gehört längst zu den Wahrzeichen der Wartburgstadt und ist einer der Touristenmagnete hoch über Eisenach. Vor genau 100 Jahren war es eingeweiht worden, zur Erinnerung an die in den Vereinigungskriegen des 19. Jahrhunderts gefallenen Studenten. Beim gestrigen Festakt wurde auch an die wechselvolle Geschichte des Denkmals erinnert und die vielen Zerstörungen. Der SED sei es immer "ein Dorn im Auge" gewesen, so dass man nach der Zerstörung des gesamten Innenraumes noch 1987 an eine Sprengung gedacht hatte. Kurz nach der Wende kamen Burschenschafter mit Belegen, dass das gesamte Areal ihr Eigentum gewesen sei. Nach schwierigen Recherchen bewahrheitete sich das und ein gerade gegründeter Denkmalerhaltungsverein ging daran, das architektonische Kleinod zu erneuern. Fast 7,5 Millionen Mark wurden bislang investiert, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Viel Geld kam von den 13 500 Burschenschaftern der 120 Cooperationen. Alle Festredner waren sich einig, dass dieses Denkmal ein Symbol der Einheit sei, denn für ein einiges Deutschland seien die Studenten 1817 auf die Wartburg gezogen. Das betonte auch Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, der Grüße schickte. Nach dem offiziellen Teil gab es am Denkmal ein großes Bürgerfest und zum Abschluss eine Laser-Licht-Vorstellung, eine Schau, die sich hunderte ansahen. Umdenken war angesagt Ein Umdenken in Sachen Burschenschaften machten diese selbst und auch Eisenachs Oberbürgermeister Gerhard Schneider aus. Nicht eine Gegendemo, das war Tradition, ist für dieses Jahr angemeldet und auch Zerstörungen hat es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Das alljährliche Burschenschaftsfest sei auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Impuls geworden. "In Eisenach ist unser Zuhause, hier fühlen wir uns sehr wohl", so die Deutsche Burschenschaft. 22.05.2002 Von Uwe Heurich
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