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Symbol der Einigung


TLZ, Donnerstag, 23. Mai 2002
Symbol der Einigung Eisenach. (ep) Das Wetter in Eisenach zeigte sich dem großen Anlass angemessen. 100 Jahre Burschenschaftsdenkmal galt es zu feiern. Zur Einweihung 1902 soll es ebensogut gewesen sein, sagte Dr. Horst Zimmermann, Vereinsvorsitzender des Denkmalerhaltungsvereins, eingangs des Festaktes am gestrigen Mittag. Burschen aus Deutschland und Österreich, viele Ehrengäste und Eisenacher waren dazu gekommen. Sogar Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl hatte Grüße geschickt. Er freue sich, dass die Erinnerung an die Frauen und Männer wachgehalten werde, die sich im 19. Jahrhundert für die Einigung Deutschlands eingesetzt hätten. In einer Erklärung der Deutschen Burschenschaft hieß es, dass 100 Jahre Burschenschaftsdenkmal für 100 Jahre Verantwortung der Burschenschaft stünden, "für unsere Identität, unsere Sprache, unsere Kultur, Heimat und Volk". Das Denkmal sei kein Götze einer verlorenen Gesinnung, sondern ein Sinnbild von Zuwendung von Werten, die ihresgleichen suchten, die auch gestern, heute und morgen noch Bestand haben würden. Investitionen Ausdrücklich bedankte man sich bei denjenigen, die zur Erhaltung dieses einzigartigen Bauwerkes beigetragen haben, nicht zuletzt durch Spenden. 7,4 Millionen Mark wurden in das Gesamtareal investiert, 1,7 Millionen allein in das Denkmal. Die Erneuerung des berühmten Deckengemäldes soll im kommenden Winter erfolgen und wird etwa 200 000 Mark kosten, hieß es. Man gab sich zuversichtlich, dass die 13 500 Mitglieder der 120 Cooperationen diese Summe aufbringen werden. Es gelte ein Kulturgut zu erhalten, dessen Bedeutung weit über ein Vereinsdenkmal hinausgehe. Keine Dienstreise Zimmermann betonte, dass das Denkmal an keinem anderen Ort hätte gebaut werden dürfen als in Eisenach mit seinen toleranten Bürgern, die immer gute Gastgeber gewesen seien. Landrat Dr. Martin Kaspari sagte, dass die Wartburg und das Burschenschaftsdenkmal immer eine Einheit gebildet hätten und das Denkmal viel zu ertragen gehabt habe, bis hin zur 1987 geplanten Sprengung. Er warnte davor, heute die Väter und Vorväter für den damaligen Zeitgeist zu verdammen. Und er erzählte die Episode, dass ein Japaner 1990 ernsthaft vorhatte, dass Denkmal abzubauen und in Japan wieder zu errichten. Immerhin wäre das heute eine schöne Dienstreise gewesen, sagte Oberbürgermeister Gerhard Schneider. Aber das Denkmal präge das Stadtbild ganz erheblich und sei eine touristische Attraktion, "gebaut in der Blütezeit der Stadtentwicklung". Schon die Blickbeziehungen seien wichtig und das Denkmal der krönende Abschluss der "Karthäuser Höhe". Das Denkmal und die Burschenschaften gehörten zu Eisenach, hob er hervor. Ein Sinneswandel sieht Schneider auch darin, dass es erstmals keine Gegendemo gibt, was gut so sei, denn von den alljährlichen Burschenschaftstreffen gingen auch wirtschaftliche Impulse für die Stadt aus. Mit einem Bürgerfest und einer nächtlichen Laser-Licht-Vorstellung "Burschenschaftsdenkmal im Zauber der Farben" klangen die Feierlichkeiten aus. 22.05.2002 Von Uwe Heurich
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