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Seit April dieses Jahres rumort es an der Universität Bielefeld. Grund dafür ist ein Plakat an den Fenstern der Räumlichkeiten der sogenannten „Antifa-AG“. Es handelt sich dabei um ein Plakat der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ aus dem Jahr 2003, das Bundeswehrsoldaten zeigt, die einen Sarg mit einem gefallenen Kameraden eskortieren. Kommentiert wird diese Szene mit dem Satz „Die Bundeswehr auf dem richtigen Weg: Schritt zur Abrüstung – wieder einer weniger.“
Studenten, die sich vor dem Hintergrund des Afghanistan-Einsatzes bei der „Antifa-AG“ über das Plakat beschweren, werden unfreundlich abgekanzelt. Nachdem sogar die nicht gerade als konservativ bekannte Bielefelder Tageszeitung „Neue Westfälische“ über diesen Vorgang berichtete, sah sich die „Antifa-AG“ aber anscheinend dazu genötigt, eine Stellungnahme zu verfassen. Wer jetzt allerdings Einsicht oder gar eine Entschuldigung erwartet, liegt völlig falsch. In kaum zu überbietender Menschenverachtung wird in der Stellungnahme versucht, das Plakat zu rechtfertigen und jegliche Kritik daran in die Nähe des Rechtsextremismus gerückt.
Uni duldet menschenverachtendes Plakat der Antifa
Bemerkenswert ist, daß sich das Rektorat der Universität Bielefeld bisher nur in einem Brief an den AStA-Vorsitzenden Jan Rick kritisch zu dem Plakat äußerte. Man sollte meinen, daß dem Rektorat Mittel und Wege zur Verfügung stehen müßten, das Plakat abhängen zu lassen. Also doch heimliche Sympathie für die „Antifa-AG“? Oder eher die Universität als rechtsfreier Raum für Linksextreme, die aus ihrer menschenverachtenden Grundhaltung keinen Hehl machen? Die studentischen Hochschulgruppen halten sich ebenfalls vornehm zurück. Lediglich die Liberale Hochschulgruppe (LHG) griff mit der öffentlichen Forderung nach Auflösung der Antifa-AG eine Initiative der Bielefelder Burschenschaft Normannia-Nibelungen auf.
Dieser Untätigkeit gegen das Plakat hat eine Gruppe von zwei ehemaligen und einem angehenden Soldaten am vergangenen Samstag, den 8. Mai 2010, ein Ende bereitet. Als Auftaktveranstaltung wurde bei der „Antifa-AG“ in Anlehnung an ein bekanntes Zitat des Sozialdemokraten Kurt Schumacher ein Transparent mit der Aufschrift „Linke Faschos“ angebracht. Laut einem der Initiatoren sind weitere Aktionen bereits geplant. Ziel sei die Entfernung des Plakats und die Entlarvung der „Antifa-AG“ als eine Gruppe, die keinerlei hochschulpolitische Ziele verfolgt und daher auch keine Förderung verdient.
Quelle: BLAUE NARZISSE, 11. Mai 2010