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von Johannes Rogalla von Bieberstein
Nachdem über Jahre der „Kampf gegen rechts“ (KgR) als „zivilgesellschaftliche“ Bürgerpflicht gepredigt worden ist, erleben wir heute besonders in Hamburg und Berlin eine wahre Explosion linksextremistischer und anarchistischer Gewalt. Mit Blockaden, Bierflaschen, Pflastersteinen, Eisenstangen, Mollies und Rohrbomben geht der antifaschistische schwarze Block, unterstützt von Spaß-Terroristen, gegen Polizisten, Unangepasste und die Besitzer abzufackelnder Autos vor. Es fällt auf, dass derartige bürgerkriegsähnliche Demos auch von solchen Mitgliedern der SED-Nachfolger LINKE angemeldet worden sind, welche islamische Namen führen. Solche „hartzende“ multiethnische Subkultur, welche in Berlin 90 % der Gefängnisinsassen stellt, nimmt den Tod der von ihr brutal attackierten Polizisten („Bullen“) in Kauf. Es baut sich hier ein Bürgerkriegspotenzial auf, das lange geleugnet worden ist und mit dem sich erst neuerdings Verfassungsschutz und Bundesanwaltschaft näher befassen.
Neben solcher Gewalt werden von Antifaschisten sorgfältig geplante Kampagnen gegen Träger feindlich-negativer Ideen gefahren. Sog. Antifaschisten versuchen diese durch böswillig verdrehte Zitate in den Geruch einer angeblich „braunen Gesinnung“ zu bringen und damit einem tödlichen Verdacht auszusetzen, indem sie mit den monströsen nationalsozialistischen Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Dabei verkünden die „antifaschistischen“ Bolschewiken die brutale Maxime „Faschismus ist keine Meinung. Faschismus ist ein Verbrechen“.
SOLCHE „MUNDTOTMACHUNG“ trifft politisch „nicht Korrekte“, also unabhängige Köpfe. Gleich dem CDUAbgeordneten Martin Hohmann versucht man den Bundesbanker Thilo Sarrazin (SPD) des schillernden neuen Delikts der „Volksverhetzung“ zu überführen. Hohmann hatte gewagt, auf antichristliche jüdische Kommunisten und Sarrazin auf aggressive muslimische Migranten hinzuweisen. Beides ist nicht „korrekt“ und wird mit dem Faschismus-Hammer beantwortet. Stefan Kramer vom Zentralrat der Juden, der sich durch Konversion aus dem „Kollektiv der Täter“ in dasjenige der jüdischen Opfer begeben hat, unterstellte kühn, der vormalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin würde Goebbels und Hitler „große Ehre“ erweisen. Auch der nationalkonservative Katholik Hohmann, dessen Familie aus den antinazistischen katholischen Ermland stammt und der als Bürgermeister einen jüdischen Friedhof herrichten ließ, wurde von „Muezzins der politischen Korrektheit“ aberwitzig mit dem Reichspropagandaleiter gleichgesetzt.
Ein beflissener CDU-Vorständler mit bescheidenen Geschichtskenntnissen glaubte sich reflexartig von seinem in das Schussfeld der Linken geratenen Parteifreund und dessen „nationalsozialistischen Gedankengut“ distanzieren zu müssen. Solche Stimmen lieferten dem Zentralratsmitglied Salomon Korn Stichworte für einen kurzen Prozess: Mit Menschen wie Hohmann dürfe man nicht „argumentieren“, man müsse „handeln“!
DER HINRICHTUNGSJOURNALISMUS, der die berufliche Existenz vernichtet, arbeitet mit einer einfachen, aber effektiven Methode. Seine von ihm erkorenen Opfer bekleiden angesehene soziale Positionen und lenken dadurch, dass sie urplötzlich zum „Fall“ deklariert werden, das Sensationsinteresse auf sich. Bei der durch manipulierte Zitate erzeugten „kollektiven Hysterie“ (Norman Finkelstein), einer wahren Raserei der linksmoralisierenden Medien, werden sie, o Schreck, als „Braune“ entlarvt. Urplötzlich mutieren so auf wundersame Weise angesehene Bürger zu Agenten des Bösen. So ist der treue Katholik Martin Hohmann vom STERN kurzerhand zum „lupenreinen Goebbels“ ernannt worden. Dieses Magazin ist derart auf die einträgliche Hitlerei fixiert, dass es „Tagebücher“ des Führers fabriziert hat.
Es zeichnet solche Blitzverfahren aus, dass sie auf rechtstaatliche Grundsätze verzichten. Da als evident unterstellt wird, dass die Meinungsdelinquenten gesündigt haben, scheinen Beweisaufnahme und Anhörung der Geächteten entbehrlich. Eva Herman, über welche BILD lästerlich schrieb „Ist sie braun oder nur doof?“, wurde angedichtet, sie habe „Hitlers Familienpolitik“ gelobt. Als Infragestellerin feministischer Lebenslügen ist sie von fanatisierten „Frauen-Frauen“ als Reinkarnation von Eva Braun verunglimpft worden. Die Altfeministin Alice Schwarzer, welche die Kampagne auf den Weg brachte, erklärte überdreht, sie habe auf das Gebären verzichtet, weil sie dem „Führer“ kein Kind – buchstäblich ins Grab – habe „schenken“ wollen!
Diese Megaskandale sind von Fritz Schenk, Arne Hoffmann und Eva Herman aufgearbeitet worden. Der Ruf des sich als Großinquisitor gegenüber Eva Herman aufspielenden Fußballkommentators Johannes Baptist Kerner wurde dabei allerdings lädiert. Die BILD musste ihr wegen „schwerwiegender Persönlichkeitsverletzung“ 25.000 Euro Wiedergutmachung leisten. Die an Stasi-Verhöre gemahnenden suggestiven Fragen Kerners hat der deutsch-israelische Journalist Henryk Broder als „Antifa-Sitzung“ verhöhnt.
DAS PAPIER „Antifaschismus an der Hochschule“ beantwortet, was diese Sitzung bewirken sollte. Nach ihm hat sich alles „an den Rauchfahnen der Öfen in Auschwitz“ zu messen. Zu diesem Zweck suchen die Antifaschisten mit ihrer Allzweckwaffe des Nazometers Abweichler von der antifaschistischen Tugendlehre als „Braune“ auszuschalten, um ihre Meinungshoheit zu etablieren. Folglich versuchten SED/ PDS/-LINKE-Strategen samt den „bürgerlichen“ Antifaschisten, Martin Hohmann und Eva Herman als Repräsentanten der „konservativen geistigen Hegemonie“ zu vernichten. Hohmanns Sünde war es, plakativ gegen die „Tätervolk“-Kollektivschuldthese anzugehen, und Eva Hermans, gegen den auch von den „Modernisierern“ der CDU zur Staatsdoktrin erhobenen Neo-Feminismus Front zu machen. Letzterer verordnet den „Karrierefrauen“ während der Mutterschaft die Berufstätigkeit und ihren Kindern die Krippe.
Angela Merkel hat der CDU mit ihrem „girls camp“ das „moderne“, will sagen neo-feministische und mit ihrem Programm nicht vereinbare „Gender-Mainstreaming“ aufgezwungen. Indem Eva Herman dieses attackierte, wurde sie von feministischen Eiferinnen einer „Steinzeit“-Gesinnung bezichtigt. Sie hat das Verbrechen begangen, eine „unsichtbare Grenze zu überschreiten“, d. h. ein Tabu verletzt zu haben. Da die in Fulda vom Katholiken-Forum gefeierte Eva auch bei der linksgeruckten CDU-Führung Anstoß erregt hatte, war der Weg frei für ihren Herausschmiss aus dem NDR. Das Kerner’sche Tribunal legitimierte diese, indem es zum Schauprozess eine Abtreibungs-Veteranin sowie den Geschichtsprofessor Wolfgang Wippermann lud. Letzterer verkehrt in Berliner Antifa-Kreisen und schreibt in linksextremen Blättern wie „Konkret“ und „Jungle World“. Indem dieser „Experte“ Eva Herman mit dem dümmlichen Satz abfertigte: „Autobahn geht nicht“, empörte er Millionen Zuschauer.
DIE HINTERGRÜNDE des Angriffs gegen den CDU-Abgeordneten Hohmann blieben unausgeleuchtet. Zwar hat sie Professor Ruth Römer 2007 in „Geistige Brandstifter von Links“ dokumentiert. Die politische Klasse hielt es jedoch für opportun, die Öffentlichkeit nicht aufzuklären und stattdessen hinter den Kulissen zu agieren. Mit dem nackten Antifaschismus möchte man den deutschen Michel nicht beunruhigen. Die „Korrekten“, in deren Talkshows die SED-Nachfolger als „Demokraten“ auftreten, scheuen sich, die SED und ihre Erben als Hintermann der Antifa zu enttarnen. Man verschweigt, dass die SED den Aufstand von 1953 als „faschistischen Putsch“ verunglimpft und ihre Untertanen durch einen „antifaschistischen Schutzwall“ eingesperrt hat. Dabei spielt diese neuerdings in Nordrhein- Westfalen mitbestimmende Gruppierung nach dem einstigen SED-Zentralblatt „Neues Deutschland“ die „Vermittlerrolle zwischen Autonomer Antifa und ‚bürgerlichen’ AntifaschistInnen“!
In dem Papier „PDS-Antifa-Arbeit“ wird 2000 freimütig mitgeteilt, dass in der PDS zwei Gruppen existieren, die „in Konspiration und im Taktieren etwas geübter sind als die Reformer“ (Gysi-Flügel). Damit sind die Kommunistische Plattform sowie die Antifa gemeint. In dem Internet-Text „Lotte in Weimar“ wird bezüglich der kommunistischen Strategie davor gewarnt, die Antifaschisten „zum bloßen Saalschutz der Berliner Republik transformieren“ zu lassen. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, die „PDS habe die Antifa mobilisiert“!
Dies leuchtet ein. Neben dem bürgerlichen Antifaschismus als geistigem „Saalschutz, haben wir es schließlich noch mit einem zuschlagenden, terroristischen zu tun. Solch ein Anschlag mit einem Schaden von 1,5 Millionen DM erfolgte im Dezember 1994 in Weimar auf die nationalkonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Zu ihm bekannten sich „revolutionäre Lesben-Frauengruppen“. Ihre Devise lautete „Kein Rederecht für Faschisten! … Schau hin – greif an! Organisiert den antifaschistischen Kampf“. Im Juli 1998 verübte die Antifa einen Anschlag mit Hakenkrallen auf die Bahnstrecke Hannover- Bremen und im April 2004 richtete sich einer gegen die Zentrale des „Bund der Vertriebenen“ in Bonn. Über ihn berichtete die rot-grüne „taz“ unter der Überschrift „Antifa bekennt sich zu Wasserschaden“.
WIE DIE FRÜHERE FDJ-ZEITUNG „Junge Welt“ im April 2001 zugab, griff der „Aufstand gegen rechts“ „erkennbar eine Antifa-Forderung“ auf! Erstmals trat dieser Krieg gegen Rechts jedoch bereits am 3. Januar 1990 am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin (Ost) in Erscheinung. Hier ließ die PDS/SED unter der Devise „Unser Land braucht eine Einheitsfront gegen Rechts“ ihr Fußvolk von 25.000 Mann aufmarschieren, um den Untergang der DDR in letzter Minute abzuwenden. Den Vorwand lieferten hierfür Hakenkreuz- Schmiereien, die gleich den 1959 auf die Kölner Synagoge gemalten Nazisymbolen offensichtlich von der Stasi selber stammen. Denn aus der getürkten „faschistischen Gefahr“ lässt sich gut Honig saugen.
Mit dem Aufstand der „Anständigen“ sucht die Linke die politische Moral für sich zu monopolisieren und die Bürgerlichen („Rechten“) einzuschüchtern. Diese Taktik geht oft auf, da die von den Antifaschisten Attackierten zwar von der Polizei pflichtgemäß geschützt werden müssen, ansonsten jedoch wenig Solidarität erfahren. Ihre Rechtfertigung beziehen die linken Gewalttäter aus dem Kampf gegen Neonazis, die im Westen so selten sind, sodass teilweise von „Diensten“ gesteuerte Provokateure die faschistische Gefahr als real erscheinen lassen müssen. Die Randale gegen „Rechte“ erlaubt es primitiven Schlägertypen von der Antifa, ihre Aggressionen auszuleben. So wurden 2004 in Osnabrück 30 Aktivisten des „nationalen Widerstands“ von 60-80 Vermummten attackiert, die Schlagstöcke, Kanthölzer und Messer einsetzten. Mehrere Hundertschaften Polizisten mussten Leib und Leben der NPD-Anhänger vor den blutrünstigen Antifanten schützen. Die bolschewikische Zielrichtung ihrer Strategie enthüllte der Kampfruf: „Was will ich, was willst Du? Das Verbot der CDU!“
Der bei der Herman-Affaire sichtbar gewordene linksbürgerliche Antifaschismus geriert sich als Verteidiger der postmodernen Dogmen der „politischen Korrektheit“, also der Litanei von Feminismus, Multikulturalismus, Antirassismus sowie Antidiskriminierung. Der altmarxistische Antifaschismus ist hingegen als klassenkämpferisch zu beschreiben. Seine sanftere Variante zielt „nur“ auf Zensur und operiert als Mainstream-Gesinnungspolizei. Sie konstruiert mit Hilfe der Waffe „Volksverhetzung“ Meinungsverbrechen.
Die Treibjagd gegen Hohmann bereitete am 3. September 2003 der ha- Galil-Artikel „Geschichtsrevisionisten und Antisemiten“ vor. Er wurde von „Europas größtem jüdischen Bildungsund Kommunikationsangebot“ unter dem Antifa-Banner „Magazin für antifaschistische Politik und Kultur“ ins Netz gestellt. Sein Verfasser, der Trotzkist Max Brym, war 1997 in München wegen Landfriedensbruch, Beleidigung etc. zu einer Gefängnis-, ersatzweise Geldstrafe verurteilt worden. Mehrfach hat er sich bemüht, für die SED-Nachfolger in Schwabing ein Mandat zu erhalten. In haGalil schwang er die Antisemitismus-Keule, indem er unterstellte: „Der sattsam bekannte deutsche Antisemit bekämpft und kritisiert Israel, weil er etwas gegen die Juden hat.“ Solidarisch sprang Brym dem Vorstandsmitglied des Zentralrats Michel Friedmann bei, als dieser wegen seiner Kokain- und Prostituierten-Affaire in Nöte geriet. Dabei entrüstete er sich über „abstoßende Pseudo-Feministinnen“, die in Friedmanns „Bett gewühlt“ hätten. Festzuhalten ist: Der Herausschmiss von Martin Hohmann aus Fraktion und Partei ist von vielen als eine Partei- Säuberung empfunden worden. Dabei herrschte nach einem Bericht der FAZ eine Stimmung „fast wie in einer Diktatur“.
Die Klarstellung, dass sich die Ostjuden als Angehörige der jüdischen Nation begreifen und auf ihrem Pass als – meist nicht mehr gläubige bzw. fromme – Juden ausgewiesen wurden, hilft, die Papstkritik Angela Merkels vom Jahre 2009 zu bewerten. Sie ist von Bischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt als „unbegreiflich und empörend“ und vom ehemaligen sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Werner Münch (CDU) als „öffentliche Diskreditierung und Demütigung“ verurteilt worden. Viele kirchentreue Katholiken – aber auch wert-konservative evangelische Christen – hat Angela Merkels Zurechtweisung von Papst Benedikt vor den Kopf gestoßen.
ALS TOCHTER des „roten [Pastors] Kasner“, welcher die Brandenburger Protestanten auf den SED-freundlichen Kurs der „Kirche im Sozialismus“ gesteuert hat, ist Angela Merkel DDR-loyal aufgewachsen. Für sie ist es normal, dass „zentralistisch“ regiert (Stichwort: „alternativlos“) und nicht lange diskutiert und um Wähler geworben wird. So hat sie einfach abgelehnt, für den prominenten – katholischen – Historiker Ernst Nolte die Festrede zu halten, als dieser den Adenauer- Preis zugesprochen erhielt. Während Helmut Kohl solches immer getan hat, erklärte sie schroff, zu Nolte habe sie kein Verhältnis. Den nationalkonservativen katholischen Fuldaer Abgeordneten Martin Hohmann nahm Angela Merkel nicht gegen strafbare Verleumdungen durch das von der CDU mit kontrollierte Fernsehen in Schutz. Sie kanzelte die Äußerungen ihres Volksvertreter-Kollegen nach Art einer Oberlehrerin als „nicht akzeptabel“ ab.
Angela Merkel ist in einem linksprotestantischen und sozialistischen Milieu aufgewachsen. Hier konnte der mit Hymnen auf Karl Marx, Lenin sowie die Kommunistische Partei, die „immer recht“ hat, hervorgetretene Stalinist aus jüdischer Familie und Generalsekretär der Schiller-Stiftung Louis Fürnberg das „Vatikanlied“ schreiben. In ihm ist vom „Volksbetrug der Priester“ die Rede und wird der Heilige Vater so angefahren: „Herr Papst! Halten Sie endlich ihren geheiligten Mund.“ Bei ihrer Kritik an der Rehabilitation der Pius-Bruderschaft ließ sie jegliche Ehrfurcht vor dem Heiligen Vater Kirche vermissen. Sie war nicht weit entfernt von der Unterstellung des Salomon Korn, der „Papst habe einen Holocaustleugner salonfähig machen wollen“, indem sie Papst Benedikt eine „Klarstellung“ sowie „einen positiven Umgang mit dem Judentum“ abverlangte. Hierfür sprach Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden der Kanzlerin seine „Hochachtung und Anerkennung“ aus.
Der gleiche Kramer hat 2008 Christian Wulff eine „leichtfertige Brandstifterrede“ und „fehlendes Geschichtsbewusstsein“ vorgehalten. Ja, er hat den Katholiken Wulff allen Ernstes zum Rücktritt als Ministerpräsident aufgefordert, weil er vor einer „Pogromstimmung“ gegen Manager gewarnt hat. Tatsächlich sind die Geschichtskenntnisse des Zensors Kramer mehr als dürftig. Das Wort Pogrom hat sich nämlich als Fachausdruck für die Verfolgung von Minderheiten eingebürgert. So kennt man nicht nur Judenpogrome, sondern auch solche gegen Griechen, Armenier, Chinesen, Neger und sogar Deutsche – solch einen gab es 1915 in Moskau! Indem Kramer im Juli 2010 sogar Mitglieder der israelischen Regierung beschuldigte, den Holocaust für politische Zwecke zu benutzen, weil sie es gewagt haben, den persischen Präsidenten mit Hitler zu vergleichen, zeigt sich, dass Kramer überfordert ist.
Bei den angesprochenen Kampagnen sind die im PC-Gewand der Sprachpolizei operierende kulturelle Antifa sowie die gehäutete SED als Mitakteure der weichen und kulturellen, aber auch der harten Antifa unübersehbar. Sie arbeiten nicht nur in Berlin, sondern auch andernorts, wo PDSFunktionäre Antifa-Demos angemeldet haben, Hand in Hand im Phantomkampf „gegen Rechts“. Dabei werden die Regeln der Konspiration beachtet, da die Anwendung von Gewalt der Ausweis der harten Antifa ist. So heißt es in den „Tips und Trix für Antifas“: „Ihr müsst also wirklich höllisch gut aufpassen, dass auch wirklich nichts auf die UrheberInnen hindeutet.“ Ein anonymes Flugblatt der Antifa Bielefeld erteilt Hinweise zum Verhalten bei der Ermittlung von Straftaten: „Anna und Arthur halten’s Maul“, „Zieht Handschuhe an. Bestimmt eure Aktionsformen selbst“.
DIE ANTIFA IST EINE gewalttätige linksextreme Gruppierung, welche die Nichtlinken/-rechten, speziell ihre antikommunistischen Gegner bekämpft. Da nun „nichtjüdische“, genauer atheistische Juden einstmals ein Großteil der Elite der Revolution gestellt haben, bedienen sich die Antifaschisten, aber auch um ein gutes jüdisches Image besorgte bürgerliche und kommunistische Juden des Kunstgriffs, Kritiker von Trotzki, Radek, Bela Kun, Rosa Luxemburg usw. als angebliche Antisemiten kaltzustellen. Dies hat auch der Trotzkist Max Brym als freier Mitarbeiter von haGalil getan. Praktisch versucht man zu verhindern, dass Linksradikale als Juden bezeichnet werden. So war es in der DDR undenkbar, darauf hinzuweisen, dass der Chefpropagandist der SED, Albert Norden, Sohn des Wuppertaler Rabbiners, als junger Mann „Rundbriefe der radialsozialistischen jüdischen Jugend“ verfasst hat.
„Die WELT“ hat im Juni 2005 unter der Überschrift „Rot-Grün alimentiert Linksradikale“ darüber informiert, dass die wiederholt mit rechtswidrigen Aktivitäten auffällig gewordene Antifa AG an der Universität Bielefeld Tausende Euro für den KgR erhalten hat. Eigentlich müsste deren Kanzler als Rechtsaufsicht für die Studentenschaft von diesen Antifa-Krawallbrüdern Verwendungsnachweise für solch öffentliche Mittel einfordern. Immerhin werden Mitglieder dieser Antifa AG in der LIMO-Kartei des Bundeskriminalamtes für „linksmotivierte Straftäter“ aufgeführt! Überhaupt hat ja der „Kampf gegen rechts“ sogar nach der kommunistischen „Jungen Welt“ „erkennbar eine Antifa-Forderung“ aufgenommen. Er richtet sich gegen solche, welche der linken Diktatur im Wege stehen. Die Bielefelder Antifa AG solidarisierte sich z. B. mit den Magdeburger „Elbterroristen“, die Brandanschläge auf Fahrzeuge des Bundesgrenzschutzes verübt haben. Auch versuchte sie, eine Burschenschaft als „Nazi-Zentrum lahmzulegen“.
Solchen Figuren stellt die Bielefelder Universität und damit das Land Nordrhein-Westfalen bis heute Geld und einen Frei-Raum zur Verfügung. Über ihm ist der schwarze Antifa-Stern fixiert, der die Uni-Halle dekoriert und den auch der Kommandant des 2006 wochenlang besetzten Bielefelder Uni- Rektorats getragen hat. Hinter der Glaswand des Antifa-Unterschlupfes kann man Plakate mit Slogans wie „Deutschland halt’s Maul“, ,Ich morde gern’ – so ein Bundeswehrsoldat“, betrachten. Und schließlich einen Sarg mit einem gefallenen Bundeswehrsoldaten mit dem Jubelruf „wieder einer weniger“.
All dies gehört zum Krieg gegen Rechts, dem Rot-Grün in Nordrhein- Westfalen sogar den Rang des – jetzt bald erneuerten? – Staatsziels „NRW gegen rechts“ verliehen hatte. Der Versuch, anarchokommunistische Kräfte als „Saalschutz“ (ja sogar „Staatsschutz“?) für „politisch-korrekte“ Politik in Dienst zu nehmen, ist vielfach aus dem Ruder gelaufen. Ja, er hat sich als Rohrkrepierer erwiesen, in dem der „Kampf gegen Rechts“ linksextremen Rechtsbrechern übertragen worden ist und Eruptionen verursacht hat. Diesen Sumpf auszutrocknen hat sich die konfliktscheue CDU/FDP-Regierung von Jürgen Rüttgers nicht getraut. Auch die Kanzlerin Angela Merkel ließ ihn unangetastet, indem sie höchst einseitig auf den „Kampf gegen Rechts“ gesetzt hat, obgleich im Westen Deutschlands Neonazis mit der Lupe gesucht werden müssen. Dagegen hat sich heute die neue rot-grüne Regierung in Düsseldorf von solchen Linksextremisten abhängig gemacht, die einstmals im Rahmen des Antitotalitarismus zumindest von der CDU bekämpft worden sind.
Noch ist nicht bekannt, wie Angela Merkel diese unerhörte Herausforderung annehmen wird. Sie ist als einstige DDR-Bürgerin darauf hinzuweisen, dass für die westdeutsche Linke die „Rechte“ immer primär die CDU/CSU gewesen ist. Dass die Kanzlerin noch 2009 mit der Schlagzeile zitiert wurde „Merkel ruft Bürger zum Kampf gegen rechts auf“, irritiert somit CDU-Anhänger und das bürgerliche Lager, indem es auf einen Standort als links von der Mitte hinweist. Viele sind ohnehin darüber verstimmt, dass sie als Vorsitzende einer christlichen Partei zwar den Papst gerüffelt, jedoch die in Köln ausgesprochenen Unverschämtheiten des türkischen Ministerpräsidenten nicht deutlich zurückgewiesen hat. Dies fiel umso mehr auf, als Angela Merkel bei Konflikten zwischen Migranten und Deutschen, so in Potsdam und Mügeln, reflexartig dazu neigt, einseitig und „korrekt“ gegen angeblich „fremdenfeindliche“ Landsleute Partei zu ergreifen. Dabei zeigt sich bei näherem Zusehen, dass solche Konflikte häufig von Zugewanderten ausgehen.
DASS DER VON DER ANTIFA begeistert mitgetragene „Kampf gegen Rechts“ von Rot-Grünen de facto zum Kampf gegen die Bürgerlichen missbraucht wird, zeigt der Bielefelder Szenen- Artikel „Daten für die Anti-Antifa“ vom März 2004. Nach ihm hat sich der damalige, recht progressive Chef des Staatsschutzes im Bielefelder Polizeipräsidium anerkennend so geäußert: „Eigentlich findet Dirk B. die Ziele der Antifa in Bielefeld voll in Ordnung. Die Ziele unterstützen wir absolut. Es ist gut, wenn man sich gegen Rechtsextremismus engagiert.“ Nur die „Art und Weise des Engagements bereite ihm manchmal Probleme“.
Diese kumpelhaften Worte, welche das Anti-Nazi-Selbstbild der Antifa für bare Münze nehmen, vertuschen, dass den gewalttätigen Linksextremisten der Antifa sowie den moderateren „bürgerlichen Antifaschisten“ die Aufgabe zugedacht ist, beim „KgR“ die „nicht Korrekten“, also die geistig unabhängigen Abweichler vom Mainstream einzuschüchtern und auf Linie zu bringen. Wie die geforderten „Giftschränke“ belegen, zielt all dies auf eine „light“-Ausgabe der DDR-Diktatur. Der verordnete PC-Mainstream verkörpert dabei eine neo-sozialistische „Parteilinie“ neuer Art.
Es ist gesagt worden, die „politische Korrektheit“, also die Gleichschaltung der Meinungen und des Denkens, sorge dafür, dass man eine Katze nicht Katze nennen dürfe. Dies alles muss als raffinierter, modernisierter Marxismus/ Leninismus verstanden werden. Für dessen Vordenker hat nur eine aufgeklärte Elite den Durchblick und muss dem Proletariat bzw. den „unaufgeklärten“ Bürgern seitens der Avantgarde klargemacht werden, was Sache ist. Auch der den Deutschen, sogar den Bundestagsabgeordneten, in einer Nacht- und Nebelaktion auferlegte „Schutzschirm“, mit dem sie unter Verletzung des Maastricht-Vertrages und anderer Gesetze mit 150 Milliarden für die Schulden anderer geradestehen sollen, zeigt, dass es so nicht weitergehen darf.
ES KANN NICHT SEIN, dass die Kanzlerin zwar den Katholiken Hohmann, den Heiligen Vater und den freimütig-inkorrekten Thilo Sarrazin (SPD) zurechtweist, jedoch kein Sterbenswörtchen zu schändlichen Ausschreitungen von deutschen und migrantischen Antifaschisten, wie z. B. auch von der„Antifa-Aktion“ in Münster i. W. vom März 2009 zu sagen hat. Diese sprengte nach Art der SA einen von Lebensschützern veranstalteten katholischen Gottesdienst mit Geschrei und dem Werfen von Kondomen. Dabei fielen die Worte: „Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland, Abtreibung in Frauenhand“ und „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt’ ihr uns erspart geblieben“.
Quelle: KOMMA, 73 / 2010