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Das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach


Das 33 Meter hohe auf der Göpelskuppe in Eisenach thronende Burschenschaftsdenkmal wurde den in den Freiheitskriegen gefallenen Studenten gewidmet.
Unter der Verantwortung des Eisenacher Maurermeisters Gustav Stein errichtete man es nach den Plänen des Dresdener Architekten Wilhelm Kreis. Der Bau am Denkmal dauerte von 1900 bis 1902. Die Einweihungsfeier fand am 22. Mai 1902 statt, an der ca. 2000 Personen mit 100 Burschenschafterfahnen teilnahmen.
Während der NS-Zeit und des DDR-Regimes wurde das Denkmal sich selbst überlassen und dem Verfall preisgegeben. Da es ein Mahnmal für die deutsche Einheit darstellt, war es besonders den Parteifunktionären der DDR ein Dorn im Auge, welche Pläne zur Umgestaltung bis hin zur Sprengung in Erwägung zogen.Die Glasfenster und die Innenausstattung wurden zerstört, die Fensteröffnungen zugemauert und das Deckengemälde wurde durch die Feuchtigkeit unerkennbar.
Nach der Vereinigung von DDR und BRD konnte die Deutsche Burschenschaft das beschädigte Denkmal nach schweren Verhandlungen in seinen Besitz bringen. Nach einer 15jährigen Restaurationszeit konnten alle Arbeiten erledigt werden, so daß es pünktlich zu seinem 105. Geburtstag neu eingeweiht werden konnte.

Der obere Teil des Denkmals zeigt die sechs Köpfe von Armin des Cheruskers, Karls des Großen, Martin Luthers, Albrecht Dürers, Johann Wolfgang von Goethes und Ludwig van Beethovens. Darüber befindet sich der 6 Meter hohe Helm, der von neun Adlern umgeben ist die ebenfalls neun Tore bewachen. Über diesen Adlern sitzt die „germanische Krone“, welche der Form der Krone des 1871 gegründeten Deutschen Reiches nachempfunden ist. Die Tür zum Innenraum des Denkmals ist aus schwerem Eisen und ist der Beschreibung des Walhall-Tores der germanischen Sagenwelt nachempfunden. Darüber ist in den Stein des Denkmals der Spruch „Dem geeinten Vaterlande“ eingemeißelt. Der Innenraum wurde einst als Ruhmes-und Totenhalle konzipiert, worauf auch die eingemeißelte Widmung über dem Eingang auf der Innenseite hinweist: „All jenen, die nach den Freiheitskriegen den Gedanken der nationalen Einheit faßten, an ihm festhielten und dafür stritten“. Inschriften an den stützenden neun Säulen erinnern an wichtige Personen der burschenschaftlichen Bewegung: Fichte, Arndt, Jahn, Oken, Fries, Luden, Riemann, Horn und Scheidler.
Das restaurierte Kuppelbild zeigt eine Szene aus der germanischen Mythologie, dort kämpft das Göttergeschlecht der Asen gegen die Mächte der Finsternis.
Der Bau des Burschenhauses neben dem Denkmal, als Tagungsort der Burschenschaften, wurden 1913 begonnen und konnte erst 1921/22 fertiggestellt werden.
Das 1933 eingeweihte Ehrenmal für die 3500 Burschenschafter die ihr Leben im Ersten Weltkrieg gaben schmückte ein „eindrucksvolles Hochbild, die aufgereckte nackte Idealgestalt eines Jünglings mit erhobenen Händen… Ihr zur Seite streben aus der Tiefe Schwertarme empor, die den wehrhaften Geist der Burschenschaft in eindringlichster Form vor Augen führen.“ Dieses Hochbild wurde 1946 von den sowjetischen Besatzern geschliffen. Auf der gegenüberliegenden Wand befindet sich das Wappen der Deutschen Burschenschaft flankiert von den Jahreszahlen 1914 und 1918 dazu kamen die Jahre 1939 und 1945. Ebenfalls an dieser Wand steht der Schriftzug: „Ihren gefallenen Bundesbrüdern die Deutsche Burschenschaft“.

 

Der Burschenschafterturm in Linz an der Donau
Der Burschenschafterturm in Linz ist Teil einer Festungsanlage, die zum Schutze vor den Feldzügen Napoleons errichtet wurde. Der Turm ist einer von heute noch neun Türmen dieser Festungsanlage, die damals aus 32 Wehrtürmen bestand.
Der Festungsturm konnte im Jahre 1917 durch den VAB Oberösterreich erworben werden. Aufgrund des ersten Weltkrieges und der Abschaffung der Monarchie setzten die Sanierungsarbeiten und die Ausgestaltung des Turms erst 1926 ein und wurden im Oktober 1932 im Rahmen einer Eröffnungsfeier beendet. Im Turm selbst befinden sich mehrere Gedenkräume:

 

Ein Gedenkraum für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Burschenschafter;

Ein Gedenkraum für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg verlorenen Hochschulen;

1919: Czernowitz, Dorpat, Riga, Straßburg.
1945: Breslau, Brünn, Danzig, Königsberg, Prizbram, Prag und Tetschen.

Ein Gedenkraum für die Deutsche Burschenschaft
Darunter befinden sich Bilder bzw. Gemälde über wichtige Ereignisse in der Geschichte der Deutschen Burschenschaft.
Es wurden auch 30 Portraits von wichtigen burschenschaftlichen Persönlichkeiten angebracht. Darunter auch einige Nobelpreisträger wie z.B.:


Carl Bosch (Cimbria Berlin). Nobelpreis für Chemie 1932
Rudolf Eucken (Frisia Göttingen), Nobelpreis für Literatur 1908
Hans Fischer (Alemannia Marburg), Nobelpreis für Chemie 1930
Theodor Mommsen (Albertina Kiel), Nobelpreis für Literatur 1902
Gustav Stresemann (Neogermania Berlin, Suevia Leipzig), Friedensnobelpreis 1926

(vgl. Handbuch der Deutschen Burschenschaft. Ausgabe 2005 zum 190. Jahrestag der Burschenschaft).

 

Das Langemarck-Denkmal der Deutschen Studentenschaft und der Weihestein der Deutschen Burschenschaft
1927 entstand die Idee, die elf Gräberstätten in und um Langemarck zusammenzufassen und ein Denkmal für die gefallenen Studenten im Ersten Weltkrieg zu errichten, welches zwischen 1930 und 1932 errichtet wurde.
Am Eingang befindet sich eine Ehrenhalle und der Eingang zum Hof wird durch schwere handgeschmiedete Tore geschlossen. In der Ehrenhalle stehen die Namen der dort bestatteten Studenten in Eichenholz geschnitzt, fast zehntausend Namen.
Zum Ehrenfeld gelangt man über einen Plattenweg, dort steht ein Wall aus gewaltigen Sarkophagen, die an der damaligen Schützenlinie ausgerichtet sind. Die Sarkophage symbolisieren das Erstarren der Front nach dem deutschen Angriff. Auf diesen Sarkophagen stehen die Namen de Verbindungen und der Regimenter.
Die Deutsche Burschenschaft widmete Ihren Gefallenen ebenfalls einen der Sarkophage. (vgl. Handbuch der Deutschen Burschenschaft. Ausgabe 2005 zum 190. Jahrestag der Burschenschaft).


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