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Bericht Hermannschlachtkommers!


„Varusjahr – Nein! Das Hermannsjahr soll es sein!“
Kommers der Bielefelder Burschenschaft Normannia-Nibelungen am 17. Januar 2009 beim Hermannsdenkmal in Detmold

2000 Jahre ist es her, daß Hermann dem Cherusker unter Einigung zahlreicher germanischer Stämme ein vernichtender Sieg gegen die Legionen des römischen Feldherrn Varus gelang. Ein Ereignis, welches als die Geburtsstunde Deutschlands gelten kann, vor allem, weil im Aufstieg und Fall Hermanns das Schicksal unseres Volkes geradezu vorweggenommen wird.

Zur Feier dieses Jubiläums wählte die Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld sowohl den geeigneten Ort für einen Festkommers, und zwar eine Gastwirtschaft am Fuße des ehrwürdigen Hermannsdenkmals in Detmold, als auch einen angemessenen Termin, und zwar den Vorabend des 138. Jahrestages der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches.

Der Einladung in den Teutoburger Wald, wo dereinst Hermann durch viele schnelle Schläge gegen das römische Heer und ebenso rasche wie disziplinierte Rückzüge einen aufreibenden Partisanenkrieg gewann, folgten insgesamt 115 Teilnehmer, Korporierte, Schüler, Studenten, Arbeiter, Unternehmer und Rentner aus allen Teilen Deutschlands. So wurde der Kommers auch eine Demonstration Hermannschen Wollens, nämlich der Einheit aller Deutschen über Grenzen und – man möchte in burschenschaftlicher Tradition sagen – Stände hinweg. Es chargierte neben den Hausherren erstmalig auf einer Veranstaltung der DB die Urburschenschaft Alte Burgkellerburschenschaft Jena.

In den Medien und in den Darstellungen zahlreicher selbsternannter Experten in Deutschland ist derzeit immer wieder von der „Varusschlacht“, vom „Varusjahr“, von „Römer-Tagen“ und vielem ähnlichen mehr zu hören. Die Redebeiträge auf dem Kommers stellten diesem seltsamen Unwillen vieler Landsleute zu einer angemessenen Behandlung der eigenen Geschichte eine klare Aussage entgegen: „Varusjahr – Nein! Das Hermannsjahr soll es sein!“ Der Festredner, Wolfgang Lippek, Vorstandsmitglied im Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe, fragte, weshalb ausgerechnet bei dieser Schlacht der Name des Siegers verschwiegen, der Name und Hintergrund des Verlierers aber immer wieder betont werde. Er geißelte die eigentümliche Vorstellung vieler Deutscher, Hermann habe die ‚wertvolle’ Romanisierung des deutschen Raumes und damit eine dem gallischen Frankreich ähnliche Entwicklung verhindert, und betonte, daß es hier um Freiheit und Selbstentfaltung eines Volkes gegangen sei. Darüber hinaus widerlegte er an Hand zahlreicher Quellen die Inanspruchnahme des Schlachtgeschehens durch den Ort Kalkriese. Er zeigte vielmehr, daß das Hermannsdenkmal sich fast genau über dem Schlachtfeld der seinerzeit untergegangenen römischen Legionen befinde.

Weitere Redebeiträge betonten unter donnerndem Beifall die Bedeutsamkeit deutscher Einigkeit in der Gegenwart und wiesen auf die Parallelen zwischen den derzeitigen Bestrebungen zu einer „globalen Welt“ und dem Weltmachtstreben des Alten Rom hin. Im einzelnen wurden Grußworte ausgerichtet von: Medizinalrat Dr. Burchhart (Olympia Wien, GF ARGE Freiheitlicher Akademikerverbände), Dr. Höpfner (Cimbria Lemgo), Nils Hohbein (VorsDB) und Dr. Peter Rochel (Vors. VAB Starnberg und Nachfahre von Otto Preuß – Festredner zur Übergabe des Hermannsdenkmals an das Deutsche Volk).

Als der Kommers abgeschlagen war, verließ die Korona die Lokalität und begab sich geschlossen zum Hermannsdenkmal, das 1875 nach den Entwürfen des Bildhauers Ernst von Bandel fertiggestellt wurde. Da fast jeder der Teilnehmer eine Fackel erhielt, setzte sich ein beeindruckender Zug durch die rauhe, ostwestfälische Nacht in Bewegung.

Am Denkmal wurde die Einheit unseres Volkes mit dem Rütlischwur aus Wilhelm Tell von Friedrich Schiller beschworen. „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr, wir wollen frei sein wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“ Dann erklang aus 115 Kehlen im kalten Wind und flackernden Schein der Fackeln das Lied der Deutschen. Ein überwältigender, wahrhaft germanischer Ausklang der Veranstaltung!

Christoph Amendt, B! Normannia-Nibelungen zu Bielefeld

 


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