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Der Staat in der Krise? Burschenschaft veranstaltet »Ideenwerkstatt«


Westfalen-Blatt, Donnerstag, 8. November 2007

Bielefeld (WB). Zum dritten Mal lädt die Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu ihrer »Bielefelder Ideenwerkstatt« ein. Sie findet von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. November, auf dem Haus der studentischen Korporation an der Schloßhofstraße 96 statt. Die »Ideenwerkstatt« steht unter dem Leitsatz »Politikverdrossenheit - der Parteienstaat in der Krise?!« Ausgangspunkt für das Thema sind das rückläufige Interesse der Bürger, sich in Parteien und Vereinen zu engagieren, die schwindende Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamts und das rückläufige Vertrauen der Bürger in Staat und Regierung. Die »Ideenwerkstatt« soll die Frage klären helfen, ob es sich bei diesen Phänomenen lediglich um eine vorübergehende Erscheinung handelt, oder ob die Abkehr des Bürgers von der Politik die Demokratie gefährdet. Es referieren die Rechtsanwälte Sascha Jung (Initiative Akademische Freiheit) und Klaus Kunze, Heinrich Kemper (MdL) vom Bauernverband Lage, Dr. Ute Scheuch (Sozial- und Medienwissenschaftlerin) und der Autor Dr. Jürgen Höpfner. Die Mitgliederzahlen der etablierten Parteien rutschen seit 1990 von einem Tief ins nächste, und die Beliebtheit der Politiker sinkt mit jeder Umfrage. Jugendliche zeigen nur noch geringes Interesse an politischen Vorgängen, geschweige denn, daran, sich aktiv einzubringen. Nach der »Shell-Jugendstudie« sank der Anteil der politisch interessierten Jugendlichen von 55 Prozent im Jahr 1984 auf 34 Prozent im Jahr 2006. Interessierte Gäste sind am Samstag und Sonntag zu den Vorträgen mit Diskussion willkommen. Weitere Infos telefonisch unter 89 41 08 und im Internet unter www.bielefelder-burschenschaft.de


Burschenschaft Normannia-Nibelungen • Telefon: +49 521 894108 • Fax: +49 521 7854129 • E-Post: aktivitas@normannia-nibelungen.de